Der ältere der Söhne (des Otto Christoph von Thun) Joachim Friedrich geboren am 6ten November 1699, folgte seinem Vater im Besitz von Schlemmin, Zornow, Ahrenshagen und Neuen-Rostock. Nachdem er eine gute Privaterziehung genoßen, dann verschiedene Universitäten besucht, auch längere Zeit auf Reisen zugebracht hatte, trat er in Herzoglich Würtembergische Hofdienste, wurde Oberschenk beim Herzog Carl Alexander und erhielt das Großkreuz vom St. Hubertus Orden. Im Jahre 1737 vermählte er sich mit Johanna Christina Langweth von Simmern aus dem Reich und lebte mit ihr zuerst in Demmin, dann nach seines Vaters Tod als Schwedischer Landrath zu Schlemmin. Er hatte die Pantlitzer Güter geerbt, die Daskowsche Lehn gewesen waren und und als er nun dem Landrath Viktor Christian von Thun den Vorschlag machte, ihre früheren Lehngüter in Mecklenburg zu relevieren(=von Verbindlichkeiten befreien), dieser aber darauf nicht hatte eingehen wollen, wegen seiner durch Abbrennen des Hofes in Tribohm geschwächten Vermögensländern(?), so fühlte sich Joachim Friedrich durch diese Ablehnung so verletzt, daß er seinen Vetter und Schwager nicht mit auf die Pantlitzer Güter belehnen ließ und so sind sie wieder aus der Familie gekommen.
Er tat manches zur Verschönerung von Schlemmin unter Anderem führte er den geraden Weg nach Eickhof, pflanzte die Lindenalleen und Bogengänge im Garten, und legte eine Orangerie an.
Auch in öffentlichen Angelegenheiten wurde seine Thätigkeit in Anspruch genommenen, da er im Auftrage der pommerschen Stände nach Schweden ging, wo er die mitgegebenen 50.00(?)Thlr. sehr vorteilhaft für seine Zwecke zu verwenden wuste und sich einer besonders günstigen Aufnahme Seitens des König Friedrich Adolph und seiner Gemahlin Louise-Ulricke zu erfreuen hatte. Zur Erinnerung an diese Sendung hat er die lebensgroßen Bilder des Königspaars mitgebracht, die sich noch in Schlemmin befinden. Er starb im Jahre 1777. -